EIRP / ERP und Feldstärke (mit Antennengewinn)

EIRP und ERP aus Senderleistung, Kabeldämpfung und Antennengewinn sowie die Freiraum-Feldstärke in einem gewählten Abstand.

dBm
dB
dB
EIRP
34dBm
EIRP
2.51189W
ERP
31.85dBm
Feldstärke E (Freiraum)
2.89361V/m
Feldstärke E
129.229dBµV/m

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Rechenbeispiel, Formel und Erläuterung anzeigen

Rechenbeispiel

Eingabe: Senderausgangsleistung 30 dBm, Kabel- und Steckverbinderdämpfung 2 dB, Antennengewinn 6 dB, Gewinnbezug dBi (isotrop), Abstand 3 m
Ergebnis: EIRP 34 dBm, EIRP 2.51189 W, ERP 31.85 dBm, Feldstärke E (Freiraum) 2.89361 V/m, Feldstärke E 129.229 dBµV/m

Formel

EIRP [dBm] = Senderausgangsleistung − Verluste + Antennengewinn [dBi]
dBi = dBd + 2.15, ERP = EIRP − 2.15 dB (Gewinn des Halbwellendipols 2.15 dBi)
E [V/m] = √(30 · EIRP[W]) / r (Freiraum, keine Reflexionen)

Erläuterung

EIRP ist die äquivalente Strahlungsleistung bezogen auf einen isotropen Strahler: Senderausgangsleistung minus Verluste plus Antennengewinn in dBi. ERP bezieht sich auf einen Halbwellendipol und ist daher um 2.15 dB niedriger, aus demselben Grund gilt dBi = dBd + 2.15. Im Freiraum beträgt die Feldstärke im Abstand r E = √(30·EIRP[W])/r. Mit den Beispielwerten (30 dBm, 2 dB Dämpfung, 6 dBi, 3 m) beträgt die EIRP 34 dBm (2.51 W) und die Feldstärke etwa 2.89 V/m (129.2 dBµV/m).

PraxistippDie Feldstärke ist der Freiraumwert ohne Reflexionen. Auf einem Messplatz mit Massefläche können sich direkte und reflektierte Welle zur doppelten Amplitude addieren (+6 dB). Nutzen Sie dies zur Dimensionierung der Leistung für einen Störfestigkeitspegel und kalibrieren Sie den tatsächlichen Pegel anschließend mit einer Feldsonde. Mit 80 % AM benötigt der Verstärker die 3.24-fache Spitzenleistung (+5.1 dB).

Häufige Fragen

Wie fülle ich die Eingaben aus, besonders den Gewinnbezug?

Geben Sie die Leistung am Sender- oder Verstärkerausgang in dBm ein, die Verluste von Kabel und Steckern bis zur Antenne als positiven dB-Wert, dann den Antennengewinn mit Bezug dBi oder dBd. Die Entfernung ist in Metern von der Antenne anzugeben. Ausgegeben werden EIRP in dBm und W, ERP sowie die Freiraum-Feldstärke in V/m und dBµV/m.

Rechenbeispiel: 20 dBm, 1.5 dB Verlust, 8-dBd-Antenne, bei 10 m?

8 dBd = 8 + 2.15 = 10.15 dBi. EIRP = 20 − 1.5 + 10.15 = 28.65 dBm = 0.733 W. ERP = 28.65 − 2.15 = 26.5 dBm. Feldstärke E = √(30·0.733)/10 = 0.469 V/m, das sind 113.4 dBµV/m. Leistungsprobe: 10^((28.65 − 30)/10) = 0.733 W.

Welche typischen Fehler passieren bei diesem Rechner?

Wird ein dBd-Gewinn als dBi eingegeben, ist der EIRP um 2.15 dB zu niedrig, in der Leistung ein Faktor 1.64: im Beispiel oben 26.5 dBm statt 28.65 dBm. Rückwärts gerechnet braucht ein Feld von 10 V/m in 3 m einen EIRP von 30 W (44.8 dBm), und der Sender muss zusätzlich die Kabeldämpfung ausgleichen. Sehr nahe an der Antenne gilt die Fernfeldformel nicht.

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Ergebnisse und Zusammenfassungen dienen nur als Referenz. Verwenden Sie für Zertifizierungen und Prüfberichte den aktuellen Normtext und Daten kalibrierter Messgeräte. Zuletzt aktualisiert: 2026-11-04